Sonntagsfrühstück, 22.Dezember

Einen wunderschönen guten Morgen!

Das Jahr ist fast vorbei und für mich eine gute Gelegenheit, einen Rückblick auf das Gartenjahr 2024 zu erstellen.

 

Regen, Regen und nochmal Regen – ehrlich gesagt fühlte sich der Frühlings- und Sommeranfang mehr nach Herbst an, mit Temperaturen die kaum an den zweistelligen Bereich geschafft haben. Zum Teil schüttete es wie aus Kübel, Starkregen und Gewitter. Im Garten ging allmählich alles den Bach runter, die Schnecken feierten wilde Partys und das Saatgut wurde weggeschwemmt. An vielen Tagen war nicht einmal zu denken, den Garten zu betreten, geschweige den Rasen zu mähen. Mehrere Landkreise in Bayern mussten den Katastrophenfall auslösen und viele kämpfen tagelang mit Hochwasser, zum Beispiel Anfang Juni und die zweite Welle dann im September. Die Bilder, die man in den Medien sehen konnte, waren erschreckend. Erst ab Anfang August wurde es endlich mal Sommer, dann aber gleich richtig – auf über 30 Grad. „Schön war es, wenns mal schön war“ und jeder sonnige Tag wurde ausgekostet. Jedes Gartenjahr ist nun mal anders und lässt sich nicht wirklich voraussehen.

 

Was mein Gärtnerherz besonders entzückt hat, waren meine heimlichen Lieblinge – die Herbstanemonen. Sehr früh mit der Blüte gestartet und sie haben sich so stark ausgebreitet, dass ich sie im nächsten Frühling unbedingt teilen muss. Schwer gelitten haben die Hostas, zuerst wurde die Blätter vom Hagel durchlöchert und dann standen sie ganz oben auf der Speisekarte der Schnecken, das Erscheinungsbild erinnerte eher einem Schweizer Käse. Doch auch viele andere Blumen und Gemüse in den Hochbeeten wurden Opfer von den schleimigen Untermietern. Für mich eines der Highlights im Garten sind Ende Mai, Anfang Juni die Pfingstrosen. Dieses Jahr hat die Blüte lange auf sich warten lassen und ein paar Tage später war es auch schon wieder vorbei. Tagelanger Starkregen hat ihnen geschadet und trotz Stützte lagen die schweren Blüten am Boden, doch zum Glück sind mir ein paar Bilder geglückt.

Die Vegetation war im März schon sehr weit vorgeschritten, doch ein Frosteinbruch im April hat vielen Pflanzen stark zugesetzt. Bei den Kirschen und Zwetschgen hatten wir fast einen Totalausfall. Auf eines kann sich der Hobbygärtner immer verlassen – es kommt selten so wie man es plant und austüftelt. Endlich mal genügend Gurken zum Einmachen, Tomaten in Hülle und Fülle. Tja, wie gesagt, meist kommt es anders als man denkt.

Das Thema Wildwuchs hat 2024 in meinem Garten eine neue Dimension erreicht. Zum Mähen war es häufig zu nass, doch gleichzeitig ist alles explodiert und die schöne Blüten- und Farbenpracht im Sommer hat so manches schnell vergessen lassen. Für 2025 steht viel auf meinem Plan, jedes Jahr muss neu gestartet werden. Mal schauen, was Petrus so alles vorhat, denn „Wetter“ ist schließlich immer, man muss nur damit umgehen.

Wünsche euch einen besinnlichen 4. Advent und einen schönen Sonntag!